#29: Islands in the Stream: Über kleine Inseln und großes Vergnügen.

Nusa Lembongan. Nach Goa der Ort an dem ich bisher am längsten verweile. Ganze sieben Nächte bleibe ich am selben Fleck. Naja, wenn man ein kleines Paradies gefunden hat, kann man ja nicht nach 4 Tagen wieder abhauen, oder?

Es passt einfach. Der Tauchkurs ist großartig, die Unterkunft sensationell, die Leute super nett, die Lokale spitze – sowohl optisch als auch kulinarisch.

Am vierten Abend hier lerne ich Anniina aus Finnland kennen. Besser gesagt: wir werden einander vorgestellt, quasi verkuppelt. Obwohl sie meine Zimmer-Nachbarin ist, haben wir in den ersten Tagen kaum Kontakt. Wir sind in verschiedenen Kursen, sehen uns also den ganzen Tag nicht. Das ändert sich als Sue (die Besitzerin der Tauchschule) uns zur Feier der bestandenen Prüfung auf ein Bier einlädt. Natürlich haben wir sofort Gesprächsstoff, tauschen unsere Erlebnisse unter Wasser aus und erzählen einander von unsere Reise.

Und da wir uns so gut verstehen, mieten wir am folgenden Tag gemeinsam einen Roller und erkunden die Insel, besser gesagt die Inseln. Nusa Lembongan ist über eine schmale Brücke mit der Nachbarinsel Nusa Ceningan verbunden. Wir starten unsere Tour im Mangrove Forest, wo wir mit einem kleinen Boot durch die schmalen Flussmündungen geschippert werden. Nun habe ich ja schon einige schöne Plätze gesehen auf meiner Reise, dieser zählt auf jeden Fall zu den Highlights. Die Bäume und speziell ihre langen dünnen Wurzeln erzeugen eine mystische Stimmung.

Nach der entspannten Fahrt gönnen wir uns ein zweites Frühstück in einem der extrem gemütlichen Lokale am Meer und schaukeln ein wenig (es wird bekanntlich ja viel zu wenig geschaukelt…).

Danach überqueren wir die Brücke, die uns zur anderen Insel bringt. Über einen ziemlich holprigen Weg (zum Glück konnte ich in Ubud ausreichend Erfahrung sammeln) erreichen wir einen Höhenweg, der immer wieder wunderbare Ausblicke bietet. Unser erstes Ziel ist die Blue Lagoon. Der Name ist Programm. Von den schroffen Klippen schauen wir hinab in das in verschiedenen Blautönen strahlende Wasser. Wir setzen uns für eine Weile auf einen Felsen und beobachten die Wellen dabei wie die gegen die Klippen peitschen.

Bevor wir weiterfahren wollen wir noch zum Mahana Point, laut Internet ein fabelhafter Aussichtspunkt. Da der Ausblick in der Tat wunderbar ist, setzen wir uns ins kleine Lokal und bestellen eine Pizza, Panorama inklusive.

Dies sind im Grunde die Hauptattraktionen der Insel… denken wir. Unser wahres Highlight entdecken wir eher zufällig am Rückweg zur Brücke. Wir fahren an einem Lokal vorbei, welches zwei Hängematten und Schaukeln direkt ins Wasser gebaut hat. Und beschließen kurzerhand wieder umzudrehen um einen erneuten Stopp einzulegen… für zwei Stunden. Wir bestellen einen Ananas-Saft und eine Kokosnuss, nehmen auf den Schaukeln Platz und beobachten die Sonne auf ihrem Weg in Richtung Horizont. Absolut genial!

Unser letzter Programmpunkt für diesen Tag ist „Devils Tears“. Ein Aussichtspunkt an einer spektakulären Klippe. Leider sind wir nicht die einzigen, die sich diesen Fleck als Platz für den Sonnenuntergang aussuchen. Naja, meine Meinung dazu ist ja mittlerweile bekannt. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sind einfach nur halb so schön wenn man in einer Menschenansammlung steht.

Wir beenden den Tag in einem der netten Lokale nahe unserer Unterkunft. Die Einrichtung ist extrem stilvoll, irgendwie ein Mix auf schwedischem und balinesischem Design. Absolute Wohnzimmeratmosphäre.

Am nächsten Tag absolvieren wir unseren ersten Tauchgang als frisch gebackene Open Water Diver. Und haben wohl wieder Anfängerglück: wir sehen zwei Schildkröten. Dank Sue, die uns mit Tabletten versorgt, haben wir bei diesem Trip auch keine Probleme mit Seekrankheit (merkwürdigerweise macht mir das die Tage zuvor etwas zu schaffen). Zurück an Land haben wir noch ausreichend Energie. Und so besuchen wir die „Fly High Yoga“ Einheit. Eigentlich bin ich nicht ganz sicher was das ist, glaube aber gesehen zu haben, dass man seine Asanas ausübt während man in einem Seil hängt. So ist es auch. Zusätzlich zum üblichen Equipment wie Matte, Bolster (das schreibt man wirklich so) und Block hängt eine Art Gurt von der Decke herab. Und dieser wird eben in die verschiedenen Positionen integriert. Extrem anstrengend, extrem lustig.

Nach einer Woche auf Nusa Lembongan verlasse ich diese Insel schweren Herzens. Ich denke meine Schilderungen machen dies nachvollziehbar. Es wartet jedoch ein neues Abenteuer auf Anniina und mich.

Fortsetzung folgt… soviel vorweg: es handelt von Drachen, rosa Sand und einem Bett unter den Sternen….

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