#1: Ein Blog erblickt das Licht der Welt – Über die Frage nach dem warum.

Phnom Penh / Kambodscha.

Warum betreibe ich neuerdings einen eigenen Blog? Die simple Antwort:

Ich liebe es zu Schreiben.

Damit könnte ich meinen ersten Beitrag eigentlich auch schon abschließen. Aber dies wäre ja somit ein Widerspruch in sich.

Ja, ich liebe es zu schreiben. Schon in der Schulzeit hatte ich Freude daran Aufsätze zu verfassen. Doch diese Tage sind längst vorüber. Niemand gibt mir ein Thema vor, niemand setzt einen Abgabetermin. Vom Faktor Zeit rede ich gar nicht erst.

Im September 2017 verlasse ich Europa zum ersten Mal um nach Tansania zu reisen. Schon damals spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken einen Blog ins Leben zu rufen. Ich entscheide mich dagegen. Zum einen möchte ich keinen Laptop mitschleppen (schon gar nicht auf den Kilimandscharo), zum anderen gibt es Reiseblogs bekanntlich bereits wie Sand am Meer. Und dann wäre da auch wieder das Thema mit der Zeit.

Ende 2018 beschließe ich einen lang gehegten Traum endlich wahr werden zu lassen. Nach dem Motto “Now or Never” kündige ich meinen sicheren Job und ziehe in die große weite Welt hinaus. Immer wieder stellt man mir die Frage, ob ich denn meine Erlebnisse in einem Blog festhalten werde. Ich verneine. Die Gründe dafür haben sich nicht verändert.

Mein Weg führt mich als erstes nach Indien, wo ich eine Yoga Trainer Ausbildung absolviere. Dort lerne ich Anja kennen. Die Gemeinsamkeiten zwischen uns sind unglaublich, teilweise fast schon unheimlich. Und so teilen wir auch unsere Begeisterung für das Verfassen von Geschichten. Einen Unterschied gibt es jedoch: Anja hat vor ihrer Abreise einen Blog ins Leben gerufen (www.unplanbar.com).
Und so ergibt sich eine wunderbare Möglichkeit für mich: ich darf in Anjas Blog einen Gastbeitrag verfassen („Yoga Teacher Training beyond the scenes” –  ein literarisches Meisterwerk zum Thema Nasenspülung :-)).

Da die Yoga Ausbildung recht intensiv ist, bleibt wieder nicht ausreichend Zeit für weitere Beiträge. Einen Artikel verfasse ich noch während meiner Gruppenreise von Delhi nach Kathmandu. Irgendwie fehlt mir aber in dieser Phase einfach auch die Lust zu Schreiben.
Dies ändert sich jedoch schlagartig, als ich nach rund 6 Wochen meiner Reise, die ich stets in Gesellschaft verbracht habe, plötzlich alleine unterwegs bin. Ich bin ganz bei mir. Lasse mich einfach durchs Leben treiben. Genieße den Moment. Mache keine Pläne mehr. Diese neu gewonnene Freiheit setzt etwas in Gang. Die Ideen und Gedanken rauschen regelrecht durch meinen Kopf. Es ist als ob jemand meinem Gehirn Block und Stift überreicht hätte.

Ich schicke Anja einen Gastbeitrag nach dem anderen, kündige an bereits unzählige weitere Ideen zu haben. Und sie stellt mir erneut die durchaus berechtigte Frage „Karin, willst du nicht doch einen eigenen Blog erstellen?!“.
Und diesmal lautet die Antwort aus ganzem Herzen „Ja, das will ich!“

Da der Faktor Zeit mittlerweile nicht mehr als Ausrede herhalten kann, bleibt eher die Frage nach der technischen Umsetzung. Ich habe keinen Laptop im Gepäck, bin also auf Smartphone und PCs in Hostels angewiesen.
Anfangs denke ich daran, meine Geschichten einfach mal zu sammeln um diese dann nach meiner Heimkehr in einen Blog zu stellen. Somit hätte ich die Möglichkeit mich ganz in Ruhe um einen passenden Namen und ein ansprechendes Design zu kümmern.
Schnell bemerke ich, dass sich dieser Plan nicht richtig anfühlt. Ich will nichts mehr aufschieben. Ich will nicht länger warten.
Mir ist bewusst, dass ich meine Erwartungen in Hinblick auf Funktionalität und Layout sehr gering halten muss. Perfekt wird das nicht werden, das ist mir klar. Und es ist mir egal.
Wer mich ein wenig kennt, fragt sich vielleicht an dieser Stelle „wer schreibt das hier und was hat er mir der Karin gemacht??“. Was soll ich sagen. Für Perfektionismus war einfach kein Platz mehr in meinem Rucksack.

Die Details darüber, wie mühsam es tatsächlich ist einen Blog am Smartphone aufzubauen, erspare ich euch an dieser Stelle (SEHR mühsam). Ich möchte um Verständnis dafür bitten, dass hier eben nicht alles perfekt ist. Das Leben selbst ist es ja auch nicht, oder?

Und was dürft ihr hier nun zukünftig erwarten? Ich verrate euch zuerst was es nicht sein wird. Auf keinen Fall soll dies ein weiterer klassischer Reiseblog werden. Ganz einfach, weil es bereits wirklich hervorragende Seiten gibt. Ganz einfach, weil dies mein Herz nicht erfüllen würde. Ich werde also nicht darüber schreiben wie man von A nach B kommt, wo man am besten Essen und Schlafen kann und welche Tempel man keinesfalls verpassen darf. Sehr gern könnt ihr natürlich jederzeit auf mich zukommen, sollten meine Reiseziele auch auf eurer Liste stehen. Es gibt tatsächlich ein Tagebuch – ganz old school in Papierform – in dem ich eben alle jene Fakten aufzeichne.
Ich möchte euch viel lieber an meinen ganz besonderen Geschichten teilhaben lassen. Seit wenigen Wochen bin ich nun erst unterwegs und habe bereits so viele Erfahrungen gesammelt, so viele Begegnungen gehabt. Einige davon regen mich zum Nachdenken an, berühren mich, lehren mich etwas.
Und genau diese Geschichten sind es meiner Meinung nach wert erzählt zu werden. Ich wünsche mir, dass euch meine Beiträge inspirieren, motivieren oder einfach zum Lächeln bringen (was in Wahrheit das Schönste wäre).

Noch Fragen? Eine gibt es ganz bestimmt:
Was hat es mit hakuna.matata.mood auf sich? Eine wirklich sehr gute Frage. Doch das ist eine andere Geschichte und wird ein anderes Mal erzählt werden.

Lange Rede kurzer Sinn:
Ich liebe es zu Schreiben.

4 Gedanken zu „#1: Ein Blog erblickt das Licht der Welt – Über die Frage nach dem warum.“

  1. Wuhuuu .. erste Followerin, erstes Kommentar .. ich fühle mich geehrt 🤗

    Gut, dass ich grad beim Frühstück sitze und wieder mal einen dieser „ich will nur kurz was im Internet nachschaun“-Momente hatte und dabei über 5 weitere Apps gestreift bin – wie in dem Fall über Instagram, wo ich gleich deine >> Breaking News << gelesen hab 🥳

    Dein 1. Beitrag gefällt mir schon mal sehr gut & freu mich schon auf die Zahlreichen anderen .. die Blogs, wo man zum Nachdenken angeregt wird, sind mir sowieso die liebsten .. danke dir und Anja, bin ich da ja momentan bestens versorgt 🤗 nur weiter so!

    LG Bernie

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  2. Wiiiiee großartig, liebe Karin!!!
    Danke, dass du deine Erfahrungen und Gedanken mit uns (jetzt noch detailierter mit diesem Blog) teilen wirst und uns damit ein Stückchen Ferne nahe bringst ♥️

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